Heimatmuseum Vilsbiburg   ∙   Kröninger Hafnermuseum

05/27/18

Am Sonntag den 10. Juni um 13:00 Uhr Pfarrkirche Vilsbiburg und Pfarrhaus

Jubiläumsführung am Sonntag den 10. Juni um 13:00 Uhr

430 Jahre Benediktiner auf der Pfarrei Vilsbiburg

300 Jahre Pfarrhaus Vilsbiburg

 

Am Sonntag den 10. Juni bietet die Pfarrei, der Heimatverein Vilsbiburg und der Heimatkundler Peter Käser eine Kirchenführung und Frontbesichtigung des Pfarrhauses.

Treffpunkt ist um 13:00 Uhr am Treppenaufgang zur Pfarrkirche.

 

Es sind nur noch wenige Tage, dann eröffnet der Heimatverein/Museum Vilsbiburg am 16. Juni seine neue Sonderausstellung über die „Ordensgemeinschaften in Vilsbiburg“.

1372 stiftet der niederbayerische Herzog Friedrich das Kapital der Kirche von Vilsbiburg an den verarmten Benediktinerkonvent St. Veit bei Neumarkt an der Rott. Die Herzogsbrüder Stephan und Johann bestätigen die Stiftung. Ein jährlicher Jahrtag und eine wöchentliche Messe mit einem eigenen Priester in St. Veit, dingt sich der Herzog aus. Die Benediktiner von St. Veit schicken Patres nach Vilsbiburg, die als Vikare bis zur Säkularisierung 1802 wirken. Kurz nach 1400 bauen die Landshuter Herzöge eine Kirche außerhalb des stark befestigten Vilsbiburger Marktes. Sie hinterlassen im Chorgewölbe ihre Wappen. Für die Baufälle des Pfarrhofes ist der St. Veiter Abt zuständig. Nach der Pfarrbeschreibung vom Jahr 1608, ist der Pfarrhof in gutem Zustand; Stadel, Ställe und Kästen sind wohl erbaut. Abt Marian Wieser und der Vilsbiburger Pfarrvikar Pater Ägidius Reuther errichten 1718 ein neues Pfarrhaus. Vieles hat das nunmehr 300 Jahre alte Haus schon erlebt und gesehen: 1806 hatte der Pfarrer 17 Generäle, 36 Stabsoffiziere, 215 Offiziere und 289 Domestiken und Gemeine im Quartier. Der Abt von St. Veit hatte sein eigenes Abtzimmer. Auf dem Weg zum Bischof nach Regensburg oder zur Regierung nach Landshut, war hier in Vilsbiburg eine passende Einkehr im Pfarrhaus. Kranke Brüder schickte man gerne zur Erholung nach Vilsbiburg. Ökonomie und Seelsorge in Vilsbiburg waren bei den Patres sehr gefragt. Sie verglichen dieses mit der „schönen Rachel“; das triste Leben im Kloster dagegen mit der „triefäugigen Lea“. Die Frontseite des 300 Jahre alten Pfarrhauses liefert die benediktische Zugehörigkeit mit einer Inschriften-Rotmarmortafel des Bauherrn Abt Wieser, darüber die Steinfiguren des St. Vitus für das Kloster St. Veit und St. Benedikt von Nursia als Ordensvater, des in Vilsbiburg 430 Jahre lang eingesetzten Orden der Benediktiner.

            Führung am Sonntag den 10. Juni um 13:00 Uhr. Treffpunkt beim Treppenaufgang zur Pfarrkirche.

Peter Käser

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