Heimatmuseum Vilsbiburg   ∙   Kröninger Hafnermuseum

06/21/18

Wissbegierige Flüchtlinge besuchen das Heimatmuseum Vilsbiburg - Kröninger Hafnermuseum am 12. Juni 2018

Am Montag, den 12. Juni 2018 besuchte die EMPH (Erweiterung der Pflegehelferausbildung) Klasse des Kompetenzzentrums für Gesundheit Vilsbiburg das Heimat- und Kröninger-Hafnermuseum Vilsbiburg. Die Klasse wurde von Andrea Ideli, einer ehrenamtlichen Mitarbeiterin, die dieses Jahr ihre Zertifizierung als Museumspädagogin abgeschlossen hat, durch das Museum 1,5 Stunden lang geführt. Frau Ideli, lernte während dieses Kurses auch Angebote für Flüchtlinge und Migranten in anderen Museen kennen und beschloss dieses Angebot auch in Vilsbiburg im Museum umzusetzen. Für diese erste Führung wurden die Themen Stadtgeschichte und Kröninger Hafner ausgewählt. Nach dem Beginn im Spitalgarten zur Stadtgeschichte ging die Klasse in die Spitalkirche. Faisal: „Was mir besonders gut gefallen hat, war die Spitalkirche. Früher wenn die Leute alt wurden kamen sie zur Spitalkirche.“ Anschließend ging es in den zweiten Stock des Museums in die Kröninger Hafner Abteilung. Hier wurde z.B. anhand eines Modells das Leben der Hafner behandelt. Masoud: „In diesem Haus gab es eine Hafnerei, da wohnten viele Leute gemeinsam und arbeiteten hier.“ Ebenso wurden die notwendigen Geräte wie die Drehscheiben genauer betrachtet, die ebenfalls Erstaunen hervorbrachte. Frau Ideli brachte auch die notwendigen Jahreszahlen in der Führung, welche sie anhand eines „Zeitmeterstabes“ und der Umrechnung in den islamischen Kalender den Zuhörern und Zuhörerinnen erläuterte näher. Sie sagt aber selbst: „Mir ist es wichtig, dass die Besucher Begrifflichkeiten wie Ringmauer, Spitalkirche oder Hafner kennen und verstehen lernen“. Sehr erfreut war Frau Ideli über das Verständnis, dass die Geschichte für uns alle wichtig ist. Hashem: „Wenn man diese alten Sachen anschaut, dann denkt man sich: Ohne Geschichte sind wir nix – was heute passiert wird morgen Geschichte für unsere nächste Generation sein“. Die gewählten Themen erlaubten auch Anknüpfungen an die eigene Heimat und helfen den Migranten,  sich auch hier in ihrer neuen Heimat wiederzufinden. Der Besuch im Heimatmuseum ermöglicht ihnen Anknüpfungspunkte zu finden, wo oft nur  Unterschiede  wahrgenommen werden. Entwicklung und Veränderung wird als Norm gesehen.

Führungen für Migranten aber auch Neubürgerinnen und Neubürger sollen in Zukunft ein festes Angebot des Heimatmuseums werden.

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