Vilssöhl: Kirchen-, Orts- und Hofgeschichte

  Peter Käser, Zenelliring 43/Binabiburg,  84155 Bodenkirchen

Vilssöhl: Kirchen-, Orts- und Hofgeschichte

Der Weiler Vilssöhl liegt in der Verwaltungsgemeinschaft Velden, im Bistum München-Freising und gehört zum Pfarrverband Velden.
Die kleine Schlosskirche die dem heiligen Erasmus geweiht ist, steht unmittelbar an der Vils. Nicht weit davon entfernt stand das Schloß Vilssöhl, das vor 1808 bei den Grafen Von und Zu Alt- und Neufraunhofen im Besitz stand, dann aber in private Hände kam. Die bayerischen Herzöge hatten schon 1230 die Hand auf dem Besitz an der Vils. Auch die weiterführenden Urbare nennen Vilssöhl beim Herzog. Die Ottonische Handfeste 1311 brachte es vermutlich mit sich, dass sich der einfache Landadel das herzogliche Lehen aneignete – und es waren deren Viele.

Zu einem Sitz und Hofmark gehörten natürlich eine große Ökonomie, eine Mühle und eine Kirche. Sie wird als kleine gotische Anlage dem 15. Jahrhundert zugeschrieben. Eine wöchentliche Messe musste der Pfarrer von Holzhausen halten. Die Adeligen der Schleich hatten im Chorgewölbe auf einem Schlussstein ihr Stifterwappen hinterlassen. Heute ist der Stein übermalen. In der Kirche befinden sich gute Skulpturarbeiten um 1480/1500. Einer Votivtafel nach zu urteilen, hat es auch einmal eine Wallfahrt zum heiligen Erasmus von Vilssöhl gegeben.
Die Kirche ist schön restauriert und auch einmal einen Sonntagsausflug wert.

Für eine Haus- und Hofgeschichte wurden im Staatsarchiv von Landshut die Gebäude-Fassion des Steuer-Distrikts Vilssöhl von 1808, der Kataster vom Jahr 1845 und die anschließenden Umschreibhefte für alle Anwesen von Vilssöhl und dem benachbartem Holzhäusel bearbeitet.

So ergibt sich auch für einen kleinen Weiler wie Vilssöhl durch eine Nachforschung ein geschichtliches Bild, das für manchen Interessierten überraschend ist.
Peter Käser
Zum PDF

Vom Bäckersohn in den Adelstand – Professor Christoph von und zu Chlingensperg

Die Chlingensperg auf Schloß Berg bei Landshut
(heute Adelmannschloss).
Bernhard Taddäus Casimir Lorenz
gründete die Familienlinie
          
Vom Bäckersohn in den Adelsstand

Der in Frontenhausen geborene Bayerische Rat Christoph Chlingensperg (1651-1720) erlangte als Rechtsprofessor an der Landesuniversität Ingolstadt durch ein Di-plom vom 27. Oktober 1693 von Kaiser Leopold I. den rittermäßigen Reichsadelsstand mit Wappenbesserung, worauf die kurbayerische Ausschreibung des kaiserlichen Gnadenaktes nach seinem Tode am 11. August 1728 erfolgte. Angehörige dieser 1693 in den Reichsadelsstand erhobenen Familie waren vor allem als Universitätsgelehrte, Verwaltungsbeamte, Politiker und Militärs im Dienste der Wittelsbacher tätig.
Prof. Dr. jur. Christoph von und zu Chlingensperg nannte sich „auf Schönhofen zu Drachenfels und Stöckenrain“. Er heiratete am 4. Januar 1681 Maria Florentina, geb. Freinhueber. Sie war die Tochter des Landshuter Bürgermeisters Martin Freinhueber. Aus der Ehe gingen 12 lebende Kin-der hervor.
Der Sohn Bernhard Taddäus Casimir Lorenz gründete die Linie der Chlingensperg auf Schloß Berg (heute Adelmannschloss) bei Landshut.
1774 ist er in Landshut verstorben und wurde mit seiner Gattin Maria Franciska Victoria in der Pfarrkirche Heilig Blut bei Landshut begraben.
Zwei bedeutende klassizistische Epitaphien in der Pfarrkirche Hl. Blut wurden vom Landshuter Bildhauer Christian Jorhan für Marianne und Jo-seph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg geschaffen.
Epitaph des Joseph Maria Bernhard von Chlingensperg auf Berg, † 1.03.1811

Friedrich Maximilian Anton von Chlingensperg (1860-1944) auf Berg, war ein bayerischer Beamter und Verwaltungsjurist, der auch als Heimat- und Adelsforscher wirkte.
Dr. Max Anton Beat von Chlingensperg auf Berg (1841-1927) erforschte zwischen 1884 und 1888 ein umfangreiches germanisches Gräberfeld in Kirchberg (Bad Rei-chenhall). Er identifizierte dabei 525 Reihengräber und datierte die Funde auf die Zeit zwischen dem frühen 6. Jahrhundert und dem späten 7. Jahrhundert.
Peter Käser

Zum PDF

Heimatverein versucht seit 25 Jahren mit Erfolg alte Fotos zu identifizieren

Vilsbiburg. Es ist viel Betrieb auf dem alten Vierseithof. Von links wird eine Schafherde ins Bild getrieben, im rechten Bildteil zeigt man, dass die Landwirtschaft vier stolze Rösser ihr Eigen nennt. Rechts im Vordergrund lagert allerhand Federvieh. Der Bauer hat sich mit seinem Hofhund zentral im Geschehen aufgestellt, während sich weitere Personen taktvoll im Hintergrund halten. Sie stehen an der Wand des langgestreckten Wohnstallhauses mit dem schön geschnitzten Schrot und der Brotzeitglocke am First oder auf der Gred. Die Szenerie wurde vom Fotografen, vielleicht war es Sebastian Alt, auf das Sorgfältigste arrangiert und trotzdem war es für das Heimatmuseum nur eine gekonnt durchkomponierte alte Aufnahme. Einen heimatkundlichen Wert hätte sie erst wenn man sagen könnte, wo das Bild entstanden ist.

Es war vor fast genau 25 Jahren, als sich einige Mitarbeiter des Heimatmuseums über das historische Foto beugten. Vermutungen schwirrten durch den Raum, der Bauernhof könne sich dort oder dort befunden haben. Andere Aktive waren strikt gegen diese Version und vermuteten die Landwirtschaft in einem völlig anderen Teil der engeren Heimat. Einig war man sich nur darüber, dass man mit Hypothesen kein Archiv seriös führen kann und die Landwirtschaft dringend eine Ortsbezeichnung brauche. Plötzlich kam der rettende Einfall: „Warum versuchen wir es nicht über die Zeitung?“ Dies war die Geburtsstunde einer Erfolgsgeschichte, die nun seit einem viertel Jahrhundert Woche für Woche ein noch anonymes Foto aus dem schier unerschöpflichen Fundus des Museums zur Diskussion stellt. Nach einigen, damals noch etwas umständlichen technischen Vorbereitungen erschien das Foto des Bauernhofes am 19. November 1988 in der Vilsbiburger Zeitung. Das Echo war ermutigend: Schnell bekam Museumsleiter Lambert Grasmann den Hinweis auf die den Hof in Thal I in der früheren Gemeinde Wolferding. Angespornt durch diesen Anfangserfolg publizierte der Heimatverein nunmehr fast an jedem Samstag ein Suchbild; insgesamt waren es bereits weit über tausend. Nach einer akribischen Auswertung der im Museumsteam dafür zuständigen Mitarbeiterin Sylvia Michl zwischen siebzig und 80 Prozent der Veröffentlichungen aufgeklärt.

Natürlich freut sich der Heimatverein über jede weiterführende Auflösung, helfen sie doch entscheidend, den sonst nur schönen Bildern eine Identität und eine Karteikarte zu geben, die sie für spätere Forschungen und Publikationen nutzbar machen. Schon dieser Mehrwert lohnt das wöchentliche Tätigwerden und für Museumsleiter Lambert Grasmann die gelegentliche Entgegennahme von Anrufen in früher Morgenstunde. Das Salz in der Suppe sind jedoch Kuriositäten und Glanzpunkte die das Museumsteam immer wieder in Begeisterung versetzen. Beispielsweise wenn ein Suchbild, wie erst vor wenigen Wochen geschehen, mit einer Verzögerung von geschlagenen 22 Jahren aufgelöst wird. Nachdem es dazu aus dem Nachbarlandkreis Dingolfing-Landau stammt liegen hier ein besonderer Glücksfall vor und vielleicht auch der Grund für die lange Inkubationszeit.

Aufregung in Tittenkofen

Kein besonders gutes Gefühl hatte man im Museumsteam, als man überlegte, die Aufnahme von einer Maifeier im Jahr 1923 zu veröffentlichen. Das Frühlingsfest fand einst nämlich in dem schönen Ort Tittenkofen im benachbarten Landkreis Erding statt. Was sollte man im Vilsbiburger Land darüber wissen? Allerdings waren auf der Rückseite des Originals der Hinweis „Kreisackerbauschule Schönbrunn“ und die Namen Moser und Paul Deutinger vermerkt, vielleicht zwei Absolventen der Bildungseinrichtung, die sich in der Erdinger Gegend mit ihren Mitschülern getroffen haben. Nachdem das Echo zunächst verhalten war, begab sich Sylvia Michl auf das Gebiet der Feldforschung. Und siehe da: Beim Schmied „z‘ Dingkof“, wie der Ort im Volksmund genannt wird, hing eine Vergrößerung des Fotos aus dem Heimatmuseum Vilsbiburg über dem Kachelofen. Und es gab mit dem 97-jährigen Kastulus Hacker auch noch einen Zeitzeugen, den es zu befragen lohnte. Der „Kast“ fuhr mit dem Finger über das Bild und nannte Namen um Namen. Dass auch ein Josef Gruber dabei war, der Großvater der bekannten Kabarettistin Monika Gruber, ist nur einen bemerkenswerte Pointe am Rande. Der Heimatverein würde sich freuen, wenn diese Begebenheit aus dem vorigen Jahr auch für den Erdinger Raum die Initialzündung wäre, alte Fotodokumente, die es überall zuhauf gibt, mit Namen und Daten zu versehen.

Denn es bleibt ja nicht nur bei ein paar übermittelten Fakten. In einem Fall konnte das Museum auch einen Gegenstand, ein Brettspiel „Fuchs und Henna“ identifizieren, das im Depot lag und mit dem niemand so recht etwas anzufangen wusste. Häufig erreichen Museumsleiter Lambert Grasmann akribisch zusammengestellte Namenslisten. Er erfährt weitere Einzelheiten über das Schicksal der abgebildeten Personen was manches Mal bedrückend ist, wenn Soldaten auf den Fotos zu sehen sind. Zu einem Laientheater im Jahr 1929 erhielt das Archiv des Heimatmuseums nicht nur die Namen des Stückes und der Schauspieler, sondern eine Reihe interessanter Zeitungsausschnitte mit Meldungen über die damalige Aufführung. Zu den Nebenprodukten gehören auch weitere historisch Fotos, auf die manche Leser durch die Veröffentlichung in alten Schachteln und Kästen aufmerksam wurden und die sie dem Heimatverein zur weiteren Forschung überlassen. Auf diese Weise befeuert sich die Rubrik „Noch anonym …“ immer wieder selbst und hat noch eine lange Zukunft vor sich.

 Aber jetzt zieht man erst einmal Bilanz: Fast 1.200 unbekannte Fotos wurden in den 25 Jahren veröffentlicht und davon mehr als 800 ganz oder teilweise aufgelöst. Das sind achthundert heimatgeschichtliche Begebenheiten, die aus ihrer Anonymität gerissen wurden und jetzt für alle Zeiten mit Namen, Daten und Fakten der weiteren Forschung dienen können. Und es sind Fotos, die man zurzeit noch auflösen kann und wahrscheinlich nicht erst in einem weiteren Vierteljahrhundert. Denn alles hat seine Zeit …

Mit diesem Bild eines schönen bäuerlichen Anwesenden in Thal I startete der Heimatverein vor 25 Jahren die Serie „Noch anonym …“ (Foto: Archiv Heimatmuseum Vilsbiburg)
Vor einigen Wochen staunte man im Museumsteam nicht schlecht als zu diesem Foto der Familie Müller aus Pischelsdorf im Landkreis Dingolfing-Landau nach 22 Jahren eine komplette Auflösung einging.
Eine landkreisübergreifende Feldforschung löste diese Aufnahme von einer Maifeier im Jahr 1923 in Tittenkofen aus, bei der auch der Großvater der Kabarettistin Monika Gruber identifiziert werden konnte.
Beim Suchen in alten Fotoschachteln kam man den Tricks der früheren Fotografen zuweilen auf die Schliche. Der Anlass war weniger heiter; da der Soldat im Hintergrund wahrscheinlich zum Zeitpunkt der Aufnahme nicht mehr am Leben war.
Schon ein Jahr nach ihrem Start hatte die Serie „Noch anonym …“ bereits Kultstatus erreicht. Im Jahr 189 parodierten die Gäste von Max Brams (letzte Reihe rechts) die Arbeit des Heimatvereins auf ihre Weise. (Foto Hubert Brandl)

Der geborene Vilsbiburger Magister Caspar Westendorfer – ein Zeitzeuge der Landshuter Fürstenhochzeit Jodok.

Sicherlich stand auch der herzogliche Rat und Pfarrer von St. Jodok Caspar Westendorfer in Konzelebration mit dem Metropoliten der bayerischen Bistümer, Erzbischof Bernhard von Salzburg, den Bischöfen von Chiemsee, Bamberg, Eichstätt, Augsburg, Freising, Passau und dem Landshuter Stadtpfarrer von St. Martin Ludwig Pfragner vor dem edlen Brautpaar Herzog Georg von Niederbayern/Landshut und Hedwig, der Tochter des Polenkönigs Kasimir IV, welche in St. Martin am Dienstag den 14. November 1475 den ehelichen Segen erhielten.
Der gebürtige Vilsbiburger Caspar Westendorfer ist als Stifter des Spitales zum Hl. Geist in Vilsbiburg, als Pfarrer von St. Jodok, Stifter zweier Benefizien mit Altären in der St. Jodokkirche, und als herzoglicher Rat und Mitglied des herzoglichen Hofgerichts von Landshut, in die Geschichte eingegangen.
Die „Reporter“ seinerzeit: Veit Arnpeck, Hanns Seybolt und Hanns Oring haben die Hochzeit für die Nachwelt überliefert. Von den beiden Geistlichen in Landshut, Dekan und Pfarrer von St. Martin Ludwig Pfragner und Pfarrer, Magister Caspar Westendorfer, findet sich in den Niederschriften nichts.
Die sog. „Landshuter Fürstenhochzeit“ konnte Caspar Westendorfer als herzoglicher Rat, Mitglied des herzoglichen Hofgerichts und Pfarrer von St. Jodok, sicherlich im Original gut miterleben.
Peter Käser
Zum PDF

Das Trio Feinkost umrahmt die Eröffnungsfeier mit Schlagern aus der Nachkriegszeit.
Das Trio Feinkost umrahmt die Eröffnungsfeier mit Schlagern aus der Nachkriegszeit.
Heimatvereins-Vorsitzender Peter Barteit eröffnet die Veranstaltung.
Heimatvereins-Vorsitzender Peter Barteit eröffnet die Veranstaltung.
Konrad Fischer und Lambert Grasmann (links) erläutern mit einer Fotoschau die historischen Zusammenhänge.
Konrad Fischer und Lambert Grasmann (links) erläutern mit einer Fotoschau die historischen Zusammenhänge.
Zahlreiche Ehrengäste aus dem politischen und kulturellen Leben haben sich zur Ausstellungs-Eröffnung eingefunden.
Zahlreiche Ehrengäste aus dem politischen und kulturellen Leben haben sich zur Ausstellungs-Eröffnung eingefunden.
Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher würdigt als Vertreter der Stadt Vilsbiburg den Wert der Sonderausstellung.
Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher würdigt als Vertreter der Stadt Vilsbiburg den Wert der Sonderausstellung.
Beim ersten Ausstellungsrundgang ergeben sich interessante Gespräche. Hier Museumsleiter Lambert Grasmann (links) mit Geistlichem Rat Gabriel Kreuzer aus Velden.
Beim ersten Ausstellungsrundgang ergeben sich interessante Gespräche. Hier Museumsleiter Lambert Grasmann (links) mit Geistlichem Rat Gabriel Kreuzer aus Velden.
Manfred Bergmeier (links) debattiert mit Wolfgang Balk über die Zeit von 1948 bis 1968.
Manfred Bergmeier (links) debattiert mit Wolfgang Balk über die Zeit von 1948 bis 1968.
Kommunalpolitiker unter sich: Geisenhausens Erster Bürgermeister Robert Maier (links) begegnet den Vertretern der Stadt Vilsbiburg, Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher und Dritter Bürgermeister Rudolf Lehner (von rechts).
Kommunalpolitiker unter sich: Geisenhausens Erster Bürgermeister Robert Maier (links) begegnet den Vertretern der Stadt Vilsbiburg, Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher und Dritter Bürgermeister Rudolf Lehner (von rechts).
Der Vertreter der Stadt Vilsbiburg, Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher im Gespräch mit Peter Barteit und Lambert Grasmann vom Heimatverein (von links).
Der Vertreter der Stadt Vilsbiburg, Zweiter Bürgermeister Johann Sarcher im Gespräch mit Peter Barteit und Lambert Grasmann vom Heimatverein (von links).

Frauensattling
Geschichte von Frauensattling, Straßen und Wege, Frühgeschichte

Heimatkundler Peter Käser, Binabiburg, berichtet in einer interessanten Dokumentation über die Besiedlung des oberen Vils- und Binaraumes, die bis ins Neolithikum um das Jahr 5000 vor Christus zurück zu verfolgen ist. Er spannt einen weiten Bogen von der ersten Besiedlung bis zur tausendjährigen neuzeitlichen Geschichte Frauensattlings. Ausführlich beschreibt er die archäologischen Funde, alte Wege und Straßen, alte Hausnamen, die Lichtenburg, Römer und Urbayern usw…

PDF-Datei öffnenDiese spannenden Geschichten können sie nachlesen in der PDF-Datei:

Interessierte Gäste aus der Politik und dem Kulturleben der Stadt Vilsbiburg wohnten der Vernissage bei.
Interessierte Gäste aus der Politik und dem Kulturleben der Stadt Vilsbiburg wohnten der Vernissage bei.
Hubert Huber, der Vorsitzende des Bundesverbandes Bildender Künstler in Niederbayern wies auf die Bedeutung der Keramikkunst gerade im Umfeld des historischen Kröningere Gebietes hin.
Hubert Huber, der Vorsitzende des Bundesverbandes Bildender Künstler in Niederbayern wies auf die Bedeutung der Keramikkunst gerade im Umfeld des historischen Kröningere Gebietes hin.
Hubert Huber mit dem Künstlerinnen (von links) Sybille Regotta, Michaela Geissler und Judith Liphert Poschmann sowie Barbara Gahabka, der Organisatorin vom Kulturforum Vilsbiburg.
Hubert Huber mit dem Künstlerinnen (von links) Sybille Regotta, Michaela Geissler und Judith Liphert Poschmann sowie Barbara Gahabka, der Organisatorin vom Kulturforum Vilsbiburg.
Michaela Geissler mit einer ihrer interessanten Arbeiten.
Michaela Geissler mit einer ihrer interessanten Arbeiten.

Die Grenzbeschreibung des Bistums Freising und der Urpfarrei Hohenegglkofen vom Jahr 990/1000. Die Grenzbereinigung der Bistümer Freising und Regensburg im Jahr 1157 – bei Landshut, Geisenhausen und Diemannskirchen

Vor der Bistums-Grenzbereinigung im Jahr 1157 waren Geisenhausen und der gan-ze heutige Landshuter Stadtbereich im Bistum Regensburg. Die Regensbur-ger/Freisinger Bistumsgrenze war an der alten Hochstrasse, auch Römerstrasse ge-nannt, nördlich von Landshut, links der Isar.
1157 wird der Regensburger Teil, von der Hochstrasse bis zur Isar gezogen. Als Aus-gleich kommt der südliche Teil mit Geisen-hausen, Diemannskirchen, Johannes- und Stephansbergham vom Bistum Regensburg zum Bistum Freising.
Theo Herzog schreibt: „Hier wurde 1157 die Grenze des Bistums Regensburg von Altdorf und Ergolding her an die Isar vorgerückt. Seit 1157 ist die Isar bei Landshut Diözesangrenze, wodurch sich die spätere Stadt bis auf den heu-tigen Tag auf die Diözesen Freising und Re-gensburg verteilt“.

Irrtümlich sind die Nennung der Pfarrei, Pfarrsprengel und die Kirche von Vilsbiburg mit der Bistumsgrenzbereinigung des Jahres 1157 seit Jahren festgeschrieben. Und sie wird auch immer wieder für Nachforschungen irrtümlich verwendet.
Die Grenzbereinigung von 1157 betrifft die Kirchen Diemannskirchen, Johannes- und Stephansbergham. Eine Pfarrei und Kirche Vilsbiburg wird dabei nicht genannt.

In dieser Nachforschung werden die ältesten Freisinger Grenzenbeschreibungen vom Jahr 990/1000 in unserem Heimatbereich, einer Untersuchung zugeführt.
Ebenso werden die Grenzen der Urpfarrei Hohenegglkofen von 990/1000 be-schrieben, die sich teilweise mit der Freisinger Bistumsgrenze deckten, und bis an die Große Vils reichten.
Letztendlich ist es die Grenzbereinigung des Jahres 1157, welche eine Grenzver-schiebung bringt, die die Stadt Landshut bis heute in zwei Diözesen teilt; Geisenhau-sen, Diemannskirchen und Johannes- und Stephansbergham vom Bistum Regens-burg zu Freising bringt.

Peter Käser
Zum PDF

Der Abt des Klosters St. Emmeram von Regensburg,
Johannes II. Tegernbeck (1471-1493).

Der geborene Vilsbiburger Johann Tegernbeck, wurde am 2. Oktober 1471 zum 47. Abt des Klosters St. Emmeram in Regensburg gewählt. Am 1. Oktober 1493 ist der Abt verstorben, und wurde in der Klosterkirche begraben.
In einer Zeit des wirtschaftlichen, kulturellen und hoheitlichen Umbaues, kommt aus dem Marktflecken Vilsbiburg und einer dort immer wieder genannten Bürgersfamilie der Degernbeck oder Tegernbeck, ein Geistlicher nach Regensburg und wird dort Abt des Klosters St. Emmeram. Die bisherigen Nachforschungen in den Archivalien von Vilsbiburg brachten nur magere Hinweise. Schon bei der Wahl des Abtes stand dieser im Kreuzfeuer von Auseinandersetzungen um sein Amt.
Bei einer Restaurierung der Klosterkirche St. Emmeram, kam die große Grabplatte in die westliche Vorhalle, in welcher sie auch heute noch an der Wand steht. Das Re-liefbildnis und die Umschrift sind sehr stark abgetreten. Erkennbar ist dennoch die ganze Abtfigur im Relief, unter einer Rundbogenarkade.
Peter Käser
Zum PDF