Neben dem Patroziniumsfest der Pfarrkirche Vilsbiburg am 15. August – der Himmelfahrt von Maria, wurde im Januar das Hochfest des Hl. Sebastian von deren Bruderschaft gefeiert. Alle sieben Jahre war eine Wallfahrt nach Ebersberg zur Hirnschale des Pestheiligen, einer Reliquie des Hl. Sebastian. Ein großes Fresko in der Pfarrkirche erinnert noch heute an die Verehrung. Der große Ebersberger Benediktinerabt Sebastian Häfele (1472-1500, † 1504), ein Töpfersohn aus Vilsbiburg, förderte die Sebastiani-Wallfahrt. Er ist in Ebersberg begraben.
Von reichen Herzögen und kleinen Leuten
Mit kleiner Verzögerung durch die Aktionsbeschränkungen in der Corona-Hauptzeit ruft der Heimatverein Vilsbiburg nun noch im Sommer ein neues Format ins Leben. Zukünftig wird es in den Monaten April bis September immer am ersten Wochenende des Monats, Sonntag 14.30 Uhr einen öffentlichen Stadtrundgang geben. Dabei setzen die ehrenamtlichen Rundgangsleiterinnen und -leiter ihre eigenen inhaltlichen Schwerpunkte.
Beginnen wird die Reihe mit einem Rundgang, geleitet vom aktiven Vereinsmitglied Rudolf Stadlöder am Sonntag, den 2. August 2020. Im Fokus stehen Ereignisse der Stadtgeschichte, die große Veränderungen mit sich brachten – im Erscheinungsbild des Marktes (der Stadt) wie auch im Leben der Menschen. Beginnend bei der Gründung des Marktes, über Krisen, Kriege und Brände bis hin zum Abriss des Unteren Tores, finden sich viele dieser Meilensteine in der Stadtentwicklung. Dieser Rundgang mit dem Titel „Zeiten des Umbruchs“ beginnt, wie alle Stadtrundgänge, an der Nepomukfigur an der großen Vilsbrücke.
Eine zweite Chance ergibt sich für Interessierte am Sonntag, den 6. September 2020. Hier wird Kreisheimatpfleger Peter Barteit einen Rundgang anbieten, der den Titel „Die Stadt der Reichen Herzöge“ trägt und sich auf die Anfänge Vilsbiburgs als Stadt mit vielerlei Privilegien besinnt. Durch einer Reihe solcher Marktgründungen schufen sich die Wittelsbacher Herzöge die Grundlage ihrer späteren Macht. Ein geschulter Blick lässt erkennen, wie erstaunlich viel der mittelalterlichen Anlage des Marktes noch heute zu finden ist.
Sonntag, 4. Oktober 2020
Stadtrundgang „Vom Aschenbrenner zum Krankenhaus. Die obere Stadt in Vilsbiburg“
Im Sommerhalbjahr bietet der Heimatverein Vilsbiburg Stadtrundgänge mit verschiedenen Themenschwerpunkten an. Treffpunkt ist jeweils der erste Sonntag im Monat, 14.30 Uhr. Der Startpunkt für diese Führung ist ausnahmsweise der Eingangsbereich zum Spitalgarten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Als Angebot vor allem für diejenigen, die im Corona-Sommer entschieden haben, ihren Urlaub daheim zu verbringen, bietet der Heimatverein diese beiden Rundgänge kostenlos an. Allerdings müssen die Teilnehmenden vor Ort ihre Kontaktdaten hinterlassen. Da ein Mindestabstand von 1,5 Metern gewährleistet werden muss, ist die Teilnehmerzahl auf 15 Personen begrenzt. Bei starkem Regen entfällt die Veranstaltung ersatzlos.
Info:
Sonntag, 2. August 2020, 14.30 Uhr: „Zeiten des Umbruchs“, Treffpunkt Vilsbrücke
Sonntag, 6. September 2020, 14.30 Uhr: „Die Stadt der Reichen Herzöge“, Treffpunkt Vilsbrücke
Sonntag,4. Oktober 2020, 14:30: „Stadtrundgang „Vom Aschenbrenner zum Krankenhaus. Die obere Stadt in Vilsbiburg“ Der Startpunkt für diese Führung ist ausnahmsweise der Eingangsbereich zum Spitalgarten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung nicht erforderlich.
Weitere Informationen auf www.museum-vilsbiburg.de oder www.facebook.com/museumvilsbiburg. Für Fragen können steht Museumsleiterin Annika Janßen-Keilholz unter 08741/305-170 o. janssen@vilsbiburg.de gern zur Verfügung.

Eine gute Stunde lebendige Geschichte
Jeden ersten Sonntag im Monat bietet der Heimatverein Stadtrundgänge an. Die geführten Spaziergänge haben jeweils verschiedene Themenschwerpunkte. Dieses Mal ging es um die größeren und kleineren Veränderungen in der Stadt im Laufe ihrer wechselvollen Geschichte.
Pünktlich um 14.30 Uhr und trotz des gerade einsetzenden Regens versammeln sich an der Nepomukfigur an der Vilsbrücke 15 Interessierte – natürlich in gebührendem Abstand – um sich von Rudolf Stadlöder, einem Aktiven im Heimatverein Vilsbiburg, die Veränderungen des Orts im Verlauf der Geschichte näher erläutern zu lassen.
Einige der wesentlichen Daten kennt der eine oder andere vielleicht noch aus Schulzeiten:
Die erste urkundlich nachweisbare Erwähnung des Orts 1231/1234 in einem „Herzogsurbar“, einer Liste, was dem Herzog gehört und was der Ort „pipurch“ an der Vils dem Herzog abzuliefern hat, die erste Erwähnung 1301 als „stat“ oder der große Stadtbrandt 1366, der mehr als die Hälfte der Stadt in Schutt und Asche legte.
Stadlöder vermag es aber, diese „dürren“ Daten mit Leben zu füllen. Er zeigt, wie und wo sich geschichtliche Ereignisse und Entwicklungen im Stadtbild, in der Architektur und im Alltag der Menschen niedergeschlagen haben.
Geschichte wird lebendig
Die Anlage der Stadt der Stadt mit einer umgebenden Stadtmauer lässt sich noch heute gut erkennen. Teile der alten Mauer finden sich zum Beispiel im Stammlerhof oder am Spitalgarten. Es gibt keine nennenswerten Zugänge zu den Häusern im Stadtkern von hinten, da stand die Mauer, Eingang in die Stadt fand man nur über die zwei bewachten Stadttore. Zwei Tore?
Das untere Tor an der Vils fiel der Stadtentwicklung, dem wachsenden Verkehr und dem Wunsch nach Modernisierung zum Opfer. 1903 wurde das alte Tor mit samt dem alten Rathaus abgerissen und eine neue, moderne Eisen-/Stahl -Brücke an dieser Stelle gebaut. Das veränderte das Stadtbild, wie es seit dem Mittelalter entstanden war, erheblich. Zwar gab es Stimmen, die wieder einen baulichen Abschluss zur Vils hin forderten, die Mehrheit der Stadtbürger aber sprach sich für die neue, moderne „Vilsfreiheit“ aus: Ein Stadtplatz, der sich zur Unteren Stadt und zur Vils hin öffnet, erschien vielen Bürgern den neuen Zeiten angemessener als die alte, historische Anlage – und billiger als ein abschließender Neubau war es zudem. Und so stellt sich uns heute die Stadt vor : Dem Alten noch verpflichtet, doch dem Neuen durchaus offen. Man mag es aus heutiger Sicht bedauern, dass die alte mittelalterliche Anlage aufgelöst wurde, doch die Stadt hatte sich gerade seit dem 19. Jahrhundert wirtschaftlich entwickelt, die Anforderungen an Straßen und anderer moderner Infrastruktur hatten sich verändert — und auch der Geschmack hatte sich gewandelt. Gut ablesen lässt sich dies an verschiedenen Häusern am und um den Stadtplatz.
Architektur zeigt Geschichte
Stadlöder führt die Gruppe über den Stadtplatz , zu vielen Gebäuden weiß er etwas zu erzählen, die ein oder andere Anekdote tragen auch die Besucher bei, denn nicht wenige sind „alte“ Vilsbiburger und erinnern sich beispielsweise noch an das kleine „Kaufhaus Hufnagl“. „Mei, war das nicht da, wo der „Mertel“ heut ist?! Na, der Hufnagl war doch ursprünglich da vorn beim Rathaus!“ …
Auch bemerkenswert: Die Hausnummer 28, das Haslbeck-Gebäude, ein ehemaliges Gasthaus mit Brauerei. Anhand alter Aufnahmen und Zeichnungen können die TeilnehmerInnen anschaulich erkennen, welchem Stilwandel dieses Gebäude ausgesetzt war. Der Geschmack der jeweiligen Besitzer, aber auch die unterschiedlichen Nutzungen als Gaststätte, Wohnhaus oder Geschäft zeigen sich in der wechselnden Fassade und Fenstergestaltung.
Sehr deutlich wird dies auch am Haus Stadtplatz 33, dem „Urbanhof“. Vor allem August Urban, der Posthalter und vermögende Brauereibesitzer, veränderte den traditionsreichen Brauereigasthof. Er installierte hier Ende des 19.Jahrhunderts die erste funktionierende Wasserleitung für seine Brauerei und baute in sein Wohnhaus zudem das erste Wasserklosett im ganzen Umkreis ein. Überhaupt die Gaststätten und Brauereien: 14 davon gab es zeitweise in Vilsbiburg, und einige von ihnen zeugen noch heute durch ihre imposanten Gebäude von der ehemaligen Bedeutung.
Dass nicht alle schönen Ensembles erhalten geblieben sind, zeigt Rudi Stadlöder mit Fotos von den Stammler-Arkaden, wunderbare hölzerne Umgänge und Balkone, die in den 1960er Jahren abgerissen und durch wenig interessante Bauten ersetzt wurden. Heute, so ist zu hoffen, würde man mit der Geschichte vielleicht etwas sorgsamer umgehen.
Die meisten Häuser am Stadtplatz entstanden in ihrer jetzigen Form gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Es war eine Zeit des wirtschaftlichen und technischen Aufbruchs. Angeregt durch die Reichseinigung sowie die französischen Reparationen nach dem Krieg 1870/71, der technische Fortschritt und der Ausbau der Eisenbahn profitierten auch Landstädte, wie Vilsbiburg von der neuen Zeit. 1883 wurde die Stadt an die Eisenbahn angeschlossen, 1929 schließlich erhielt der Ort wieder das Stadtrecht, das dieser 1367, nach dem verheerenden Brand, verloren hatte.
Der Umzug der Post ins Haus Nr.29, die Umwidmung der ehemaligen Winkler`schen Wirtshäuser 1923 zur Sparkasse, die Entwicklung des Hauses Nr. 30, vom Steinbräu über das bayrische Rentamt zur heutigen VHS … Die sehr interessierten BesucherInnen ließen sich auch vom Regen nicht abhalten und fragten, ergänzten oder diskutierten. So wurde aus der geplanten Stunde im wahrsten Sinn eine „gute Stunde“ lebendige Lokalgeschichte.
Roger Jopp
Info
Weitere Stadtrundgänge, die vom Heimatverein organisiert werden:
Sonntag, 6. September 2020, 14.30 Uhr „Stadt der Reichen Herzöge“ mit Peter Barteit (Treffpunkt: Vilsbrücke)
Sonntag, 4. Oktober 2020, 14.30 Uhr „Vom Aschenbrenner zum Krankenhaus – Vilsbiburgs Obere Stadt“ mit Lambert Grasmann (Treffpunkt: Spitalgarten)
Das Heimatmuseum ist jeden Sonntag von 10.00 bis 12.00 Uhr geöffnet.



als Abt des Kloster Sankt Veit an der Rott
Am 16. Oktober 1372 wird die Kirche von Vilsbiburg durch den niederbayerischen Herzog Friedrich an das Kloster Sankt Veit bei Neumarkt an der Rott übereignet. Und Vilsbiburg ist bis zur Säkularisation 1802 den Benediktinerpatres unterstellt, die als Vikare, die von St. Veit abgesetzte Pfarrei leiten. Das gute Leben in Vilsbiburg, fernab des strengen Konvents, vergleichen die Patres mit „der schönen Rachel“, im Gegensatz mit dem stupiden Klosterleben „der triefäugigen Lea“. Mancher in Vilsbiburg eingesetzte Vikar, kam als Abt in das Kloster St. Veit zurück.
Den in Altfraunhofen 1692 geborenen, späteren Abt Gregor II. Kirmayr schickte der St. Veiter Abt zum Studieren nach München und Salzburg. Der relativ junge Geistliche wurde 1721 zum Abt des Benedikinerklosters St. Veit gewählt. Er vertrat den Konvent als „Mitverordneter des Unterlandes“ auf den herzoglichen Landtagen in Landshut. Wo er die besondere Hochschätzung des Kurfürsten Maximilian Joseph erfuhr. Sechsspännig fuhr er mit der Kutsche zur Fronleichnamsprozession nach München.
Auf Stichen und Gemälden wird er mit einer Uhr dargestellt. Er konnte anhand der Uhr genau seine Sterbestunde voraussagen. 43 Jahre leitete er den Konvent, und nicht immer hatte er sich durch menschliche Stärke hervorgetan. Zu seinen Konventualen war er hart, unbeugsam und starrsinnig, bis zu seinem Tode im Jahr 1764.
Und dennoch hatte er viel geleistet und das Kloster mit seinen Bauten auf Vordermann gebracht – Abt Gregor II. Kirmayr – ein geborener Altfraunhofener.
Peter Käser
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Die langjährigen Auseinandersetzungen des Vilsbiburger Pfarrers
mit seinenm Kaplan wegen ihrer Hunde.
Das „herumtreibende Gesindel“ machte die Gegend unsicher. Der Weg zur Kirche war oft weit und beschwerlich. Die Messen waren schon sehr früh am Morgen und so war es nicht verwunderlich, dass die Hunde „ihren Herrn“ zur Kirche begleiteten. Vor über 300 Jahren brachte der Vilsbiburger Kaplan Georg Miller, der eine uneingeschränkte Zuneigung zu seinem Hund hatte, in einem Streit mit dem ebenfalls einen Hund besitzenden Vilsbiburger Pfarrer, nicht nur die Administration in arge Bedrängnis.
Peter Käser
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Eine besondere Fürsorge der Dorothea Westendorfer war der gute Leumund des Kaplans. Er soll das offene Wahrzeichen der Stiftung sein und sich nicht mit Frauen einlassen die bei ihm selbst oder in der Nähe zum Ärgernis der gegenwärtigen Stiftung werden können.
Am 1. April 1456 stiftet die Witwe Dorothea Westendorfer, eine geborene Rogler aus Vilsbiburg, je eine „Ewige“ Hl. Messe in die Pfarrkirche von Vilsbiburg auf den Johannesaltar, und in die Katharinenkirche im Vilsbiburger Markt die tägliche Frühmesse auf den Georgsaltar. Neben der Ausstattung des Benefiziaten mit Büchern und Kleidern gehörte auch das Haus der Dorothea gegenüber der Katharinen Kirche im Markt Vilsbiburg.
Dorotheas einziger Sohn war Magister Kaspar Westendorfer, Pfarrer bei St. Jodok in Landshut. Er stiftete neben der Vilsbiburger Katharinen-(Spital)-kirche am 6. Dezember 1476 das „Innere“ Spital „zum Hl. Geist“. Kaspar Westendorfer ist 1465 Generalvikar und Offizial der Salzburger Kirche und geistlicher Notar. 1475 ist er Beisitzer am Landshuter herzoglichen Hofgericht und sitzt im Rat des niederbayerischen Herzogs.
Dorothea Westendorfer stiftet in Vilsbiburg die beiden Messen zum ewigen Gedenken an ihren verstorbenen Ehegatten Thomas, dem einzigen Sohn Kaspar, ihren Bruder Ulrich Rogler und für sich selbst. In einer 17seitigen Urkundenabschrift, die sich im Bischöflichen Archiv in Regensburg befindet, werden für den Unterhalt des Geistlichen (Benefiziaten) mehrer Höfe und Anwesen mit ihren Abgaben genannt.
Zahlreich sind ihre Wappenembleme, welche die Westendorfer in und an verschiednen
Kirchen und an Gebäuden hinterlassen haben.
So lebt die Erinnerung an die „Westendorfer“ nicht nur in Vilsbiburg weiter.
Werke der Barmherzigkeit – eine »würdige Gottesgab«
Peter Käser
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An der äußeren Kirchenmauer von St. Jodok, links neben dem Südportal, ist eine Grabplatte die dem 1481 verstorbenen „Westendorfer Benefiziaten“ Leonhard Wagenhaymer gewidmet ist. Er war auf dem St. Michael Altar in der Vilsbiburger Spitalkirche Messleser, aber auch Kaplan der Jakobusmesse in der Vilsbiburger Pfarrkirche.
Nur die Verbindung als Kaplan und Benefiziat der Vilsbiburger Westendorfermessen und seinem Auftraggeber Caspar Westendorfer, Pfarrer bei St. Jodok in Landshut, lassen den Schluss zu, dass Wagenhaymer deswegen auch bei der Sankt Jodokkirche seine letzte Ruhestätte als „würdige Gottesgab“ finden konnte.
Peter Käser
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Der im „Rufe der Heiligkeit“ verstorbene Pater Viktrizius wurde drei Jahre nach seinem Tod, vom Klosterfriedhof in die Gruft der Vilsbiburger Wallfahrtskirche Maria Hilf überführt. 1935 konnte der Seligsprechungsprozess für Pater Viktrizius eröffnet werden. Wenn im Prozeß um seine Seligsprechung auch immer wieder Fortschritte erzielt werden konnten, so wartet Vilsbiburg seit Jahrzehnten auf ein Zeichen aus Rom.
Am 25. April 1935 eröffnete der Regensburger Bischof Michael Buchberger den Prozeß der Seligsprechung.
Am 22. April 1954 fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit die Erhebung und Begutachtung der irdischen Überreste statt. Am 10. Mai 1979 wurde in Gegenwart des Heiligen Vaters, Johannes Paul II. das Urteil ausgesprochen und feierlich erklärt: Pater Viktrizius hat sein Leben in jeder Weise vorbildlich heroisch geführt. Er darf daher „Ehrwürdiger Diener Gottes“ genannt werden. Damit war ein wichtiger Schritt für eine künftige Seligsprechung getan.
Peter Käser
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Nach der Auflösung der geistlichen Orden auch hier in Vilsbiburger, der Kapuziner im Jahr 1802, mussten sie ihr bisheriges Hospitium (Niederlassung) am Maria-Hilfsberg verlassen und es wurde zwei Wallfahrtspriestern vom Weltklerus die Wallfahrt übertragen. Aber sie hatten keine eigene Wohnung. Gestiftet durch Beiträge und freiwillige Handdienstleistungen wurde 1827 eine schöne Wallfahrtspriesterwohnung nebst einem kleinen Garten nahe an der Kirche erbaut und am 8. September feierlich seiner Bestimmung übergeben.
1846 zogen dann die Redemptoristenpatres auf. Der „herrliche Tempel“, die Maria Hilf Kirche, wurde unter der Tätigkeit der Redemptoristen umgebaut: Anbau zweier Seitenschiffe, zwei Aufgangstreppen, einem Zwischenbau zwischen Kirche und Kloster, einer großen Kirchen-Vorhalle, drei neue Altäre, die Kanzel und die vollständig künstlerische Ausmalung des Ganzen durch Frater Max Schmalzl, ein Redemptorist aus Gars am Inn.
Peter Käser
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Tag des offenen Denkmals auf Maria Hilf in Vilsbiburg.
Informationen über die Sanierung der Türme von Maria Hilf beim Tag des offenen Denkmals am Sonntag den 11. September 2016.
Das Schlagwort „Gemeinsam Denkmale erhalten“ bringt es auf den Punkt, dass die beiden Türme der Bergkirche dank gemeinsamer Anstrengungen, seit dem Frühjahr 2016 restauriert werden können. Entsprechend stellte der Heimatverein Vilsbiburg die Turm-Sanierung in den Mittelpunkt des Denkmaltages. Wallfahrtsdirektor Pater Peter Berger begrüßte die Interessierten in der gut besetzten Bergkirche. Der Heimatforscher Peter Käser gab einen Einblick in die Baugeschichte des Gotteshauses. Die Architektin der Restaurierung Claudia Geilersdorfer aus Vilsbiburg, gab in einem reich bebilderten Power Point Vortrag einen Überblick über den Verlauf der Sanierungsarbeiten.
Perer Käser
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