Fürstbischof Stephan von Seyboltstorff:

52. Bischof (1612-1618) des Bistums Freising

Nach dem Tode des Freisinger Bischofs und Herzog Ernst (1566-1612), gewann Stephan von Seyboltstorff 1612 die Wahl zum Freisinger Bischof gegen den Wittelsbacher Aspiranten Fürst Ferdinand

Gegen den Willen Herzog Maximilians von Bayern wählte das Freisinger Domkapitel aus seinen Reihen im Jahr 1612 Stephan von Seyboltstorff zum Bischof. Stephan entstammte einem verzweigten bayerischen Adelsgeschlecht, dessen Stammsitz in Seyboldsdorf bei Vilsbiburg (LK Landshut) war. Er verlieh seiner Familienlinie, den Seyboltstorffern zu Schenkenau, die Erbküchenmeisterwürde des Hochstiftes Freising und besetzte die Hofämter meist mit Verwandten.
Eine neue Reformepoche brach mit Bischof Stephan an. Als frommer und tugendhafter Oberhirte bemühte er sich in den wenigen Jahren seiner Regierung um die Durchführung tridentinischer Reformen.

Bischof Stephan starb noch nicht vierzigjährig am 18. Januar 1618 und wurde im Freisinger Dom beim Altar des hl. Justinus bestattet.

Peter Käser
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