Das Kernkraftwerk Isar 2 war der letzte deutsche Atommeiler, der 2023 abgeschaltet wurde. Foto: Maria Daschinger

Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr

Interessanter „Museums-Talk“ im Rahmen der Ausstellung zur Elektrizität

Im Rahmen der aktuell laufenden Ausstellung „Licht an! – Die Elektrizitätsversorgung in Vilsbiburg“ im Heimatmuseum findet am Dienstag, 16. Juni, um 19 Uhr eine als „Museums-Talk“ bezeichnete Diskussionsveranstaltung im Kröninger-Saal des Museums statt. In einer eher gemütlichen Talkrunde debattieren Georg Soller, einer der Kuratoren der Ausstellung, und und Johann Seidl, ehemaliger Sprecher der Kernkraftwerke Isar , über das bis heute kontroverse Thema Kernenergie.

Am 15. April 2023 wurde die Leistung des Kernkraftwerk Isar 2 auf Anweisung der Bundesregierung, vom Betriebspersonal gezielt reduziert. Um 23:52 Uhr wurde der Generator des Kernkraftwerks Isar 2 vom Stromnetz getrennt. Damit endete die Nutzung der Atomkraft in Deutschland. Den politischen Überlegungen von Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, das KKI 2 zur Versorgungssicherheit in Krisenzeiten zu erhalten, wurde vom Betreiber, der PreussenElektra, deutlich widersprochen. Mittlerweile wirbt Söder dafür, sogenannte Mini-Atomkraftwerke als Gegenmodell zu den geplanten Gaskraftwerken als Pilotprojekt in Bayern zu errichten.

Die Frage, ob die friedliche Nutzung der Kernenergie eine Zukunftstechnologie für preiswerten, umweltfreundlichen weil CO2-freien Strom ist oder eine nicht beherrschbare Gefahr, die ganze Regionen verstrahlen kann, sorgt bis heute für erregte Meinungsäußerungen. Die regionalen Erfahrungen mit dem bis zuletzt einwandfrei laufenden KKI 2 sind überwiegend positiv, jedoch sorgten die Atomkatastrophen von Tschernobyl und Fukushima auch dafür, dass sich Deutschland aus der Nutzung der Atomenergie verabschiedete. Gleichzeitig planen Nachbarländer wie Frankreich, Tschechien oder England den Bau neuer Atomkraftwerke.

Im Rahmen des Museums-Talks beleuchten Georg Soller und Johann Seidl Fragen wie die technische Sicherheit der Kernenergie, wie Atomkraftwerke eigentlich funktionieren und welche Rolle sie in einem modernen Stromnetz spielen könnten, die Endlagersuche und auch die Frage ob Atomenergie eigentlich günstig oder teuer ist.

Im Verzeichnis Registrum subsidii charitativi, einer Steuerabgabe an den Regensburger Bischof vom Jahr 1326, (vor 700 Jahren) wird die Pfarrei Vilsbiburg genannt. Die Pfarrei macht eine Abgabe von sieben Schillinge an den Bischof; 1350 gibt die Pfarrei 12 Schilling. Eine Regensburger Bischofsurkunde vom 19. August 1337 nennt den Vilsbiburger Pfarrer, – die Pfarrei und die Juden in der Stadt.

Die Stadtanlage an der Vils war eine genau geplante und befestigte Wittelsbacher Ansiedlung. Dazu gehörte auch eine Kirche innerhalb der befestigten Stadt. Den frühesten Hinweis auf einen Pfarrer in Vilsbiburg bringt eine Urkunde des Klosters Raitenhaslach. In der Urkunde vom 1. März 1322 erscheinen der Pfarrer zu Pyburch Seifrit Smautzhauser, daneben auch seine Pfarrgesellen mit Namen Hartmann und Seifrid und der Bürger Ernreich de Vilspiburch.

Fünf Jahre Nachforschungen vom Heimatkundler und Autor Peter Käser zur Geschichte von Kirche, Pfarrei und der Stadt Vilsbiburg, geben im Buch „Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt Vilsbiburg“ einen umfassenden Blick von der frühesten Nennung von „pipurch“ von 990/1000, bis zum Jahr 2006.

Peter Käser

Geschichte genießen in Vilsbiburg am Sonntag, den 7. Juni um 14.00 Uhr

Unter Leitung von Andrea Hauer, langjährige Mitarbeiterin beim Heimatverein, startet am 7. Juni um 14 Uhr die beliebte „kulinarische Stadtführung“.

An ausgewählten Stationen wird Andrea Hauer Geschichte und Geschichten der Stadt den Interessierten näherbringen, „garniert“ mit jeweils passenden kulinarischen Kostproben bei ehemaligen Handwerksbetrieben, Kramer- und Metzgerläden oder Brauhäusern. Schon immer lieferte das, was gegessen wurde, auch Hinweise darauf, wie man lebte. So ist diese Führung eine andere, durchaus vergnüglich- sinnliche Annäherung an die Geschichte der Stadt.

Die Tour startet um 14.00 Uhr im Spitalgarten hinter dem Heimatmuseum, eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahmegebühr von 6 Euro wird vor Ort entrichtet.

Überprüfung und Beurteilungen zur frühen

Vilsbiburger Stadtgeschichte.

Die archäologischen Grabungen in der Stadt Vilsbiburg brachten für die Historie einige neue Ansatzpunkte, aber auch Unsicherheit in der Interpretation der Archäologen, über das im Historischen Atlas von Bayern, Vilsbiburg, (HAB) vom Autor Dr. Georg Schwarz Geschriebene.

Wenn Falsches abgeschrieben wird, so wird es nicht besser. Man hätte das Geschriebene einer Untersuchung zuführen müssen – was aber nicht geschehen ist.

Bei der hier von G. Schwarz genannten Anmerkung im HAB unter der Anmerkung Nr. 13 und hier der Hinweis auf das Salzburger Urkundenbuch SUB I 846 nr. 143c, erscheinen der Salzburger Bischof und die Thematik des Vilsbiburger Zollknechts, und dem Wechsel der Zensualität vom Salzburger Bischof zum bayerischen Herzog nicht!

  • – In der hier genannten Urkunde SUB I 846 nr. 143c handelt es sich um die Traditionen des Klosters Michaelbeuern (ca. 1230-1257), und nicht um den Übergang und den Zoll, den der Salzburger Bischof in/bei Biburg hatte.
  • Peter Käser

Am Dienstag, dem 24. März 2026, findet die Mitgliederversammlung des Heimatvereins Vilsbiburg statt. Sie beginnt um 19 Uhr in der Kolping-Gaststätte.

An den offiziellen Teil mit Berichten über die Vereinsarbeit, die Kassenrevision sowie das geplante Jahresprogramm und eventuelle Wünsche bzw. Anträge an die Vorstandschaft schließt sich ein Vortrag von Daniel Baumgartner aus Neumarkt an.

Dr. Daniel Baumgartner ist als Geschichtskoordinator für den Landkreis Mühldorf ein ausgewiesener Fachmann für unsere Region und bietet in seinem Vortrag interessante Einblicke in die jahrhundertealten, nicht immer spannungsfreien Beziehungen zwischen dem Markt Vilsbiburg und der Benediktiner-Abtei Neumarkt-St.Veit.

Daniel Baumgartner referiert über die Beziehung des Klosters St. Veit mit der Vilsbiburger Kirche

12.03.2026 19:00 Vortragssaal der VHS Vilsbiburg

Vortrag des Kreisarchäologen zu den neuen Forschungsergebnissen über die Gründung Vilsbiburgs

Am 12. März hält der Kreisarchäologe Thomas Richter auf Einladung des Heimatvereins Vilsbiburg in den Räumen der VHS einen Vortrag zur Stadtgründung Vilsbiburgs. Dabei wird er neue Grabungsergebnisse vorstellen, die belegen, dass die Stadt wohl deutlich früher gegründet wurde als bisher angenommen.

Nicht immer ist es schicklich sein Gegenüber nach dem Alter zu fragen, vor allem, wenn es sich um eine durchaus betagte Dame handelt. Im Fall der Stadt Vilsbiburg ist das aber gänzlich anders, hier war die Frage stets erlaubt, da keine verlässliche Stadtgründungsurkunde existiert. So war man bei der Datierung auf indirekte Quellen angewiesen und nahm an, die Anfänge der Stadt Vilsbiburg lägen in der Mitte des 13. Jahrhunderts, zwischen 1260 und 1270.

Neueste Grabungen zeigen nun aber, dass schon 1211 eine Stadtbefestigung existierte, die Stadt also deutlich älter sein muss und ihre Gründung schon vor dieser Zeit angesetzt werden kann.

Der Archäologe erläutert in seinem etwa einstündigen Vortrag mit Hilfe von Plänen und Abbildungen die Grabungen im Stadtzentrum und die daraus gewonnenen neuen Daten.

Fragen nach dem Alter sind in diesem Fall also ausdrücklich erlaubt.

Die Veranstaltung findet im Vortragssaal der VHS Vilsbiburg statt, sie beginnt um 19 Uhr und ist kostenfrei.

Spannung pur – auf der Suche nach Ohm, Volt und Ampère

Workshop für Familien zur Elektrizität im Rahmen der Sonderausstellung „Licht an!“ im Heimatmuseum Vilsbiburg

Vilsbiburg. (rjo) An zwei Samstagen, und zwar am 11.4. und 2.5.2026, findet im Museum jeweils ab 14.00 Uhr ein ca. einstündiger Workshop zum Thema „Elektrizität“ statt. Familien mit ihren Kindern, aber auch interessierte Erwachsene begeben sich dabei mit der Pädagogin Hannelore Sirtl und dem Stromexperten Georg Lechner auf die Suche nach den Geheimnissen dieser Energie, die unser Alltag heute so bestimmt.

Wie funktioniert eigentlich eine Glühbirne? Welche Stoffe leiten den elektrischen Strom? Und wie war das mit den Stromkreisen?

Gegen alle Widerstände sollen Glühlämpchen leuchten und Haare zu Berge stehen – oder eben nicht… Welche Möglichkeiten, aber auch Gefahren die Elektrizität birgt und wie sie sinnvoll und sparsam eingesetzt werden kann, all das soll hier spielerisch erfahrbar werden.

Die Besucher und Besucherinnen werden angeleitet zu schauen, zu staunen und an verschiedenen Stationen selbst zu experimentieren.

Anschließend besteht die Möglichkeit, die Sonderausstellung zu besichtigen und sich von Georg Lechner kundig erklären zu lassen, wie das war mit der Entwicklung der Stromversorgung in unserer Region.

Die Teilnahmegebühr und der Eintritt ins Museum betragen zusammen 4 Euro.

Das Museum mit der Sonderausstellung ist darüber hinaus zu den üblichen Zeiten, Mi 14-16 Uhr, So 10-12 Uhr, geöffnet. An jedem ersten Wochenende im Monat kann das Museum auch samstags und sonntags von 14-16 Uhr besucht werden.

Kein Stein bleibt auf dem anderen. Das Heimatmuseum bekommt einen Anbau

Bilder  vom 2026-03-07

Bilder  vom 2026-03-07

Beitrag in der Vilsbiburger Zeitung vom 2026-02-22

Bilder  vom 2026-02-22

Bilder  vom 2026-02-11

Bilder  vom 2026-02-07