Das Jahresprogramm 2017

Jahresversammlung im Gsellnhaus

mit
Lichtbildervortrag von
Peter Barteit
„Wieviel Denkmalschutz braucht der Mensch? – Den Erhalt von Kulturgütern neu denken.“

Dienstag, 11. April
19:30

Foto: Denkmalgeschütztes Wohnstallhaus aus dem Jahr 1875 in Großmaulberg nach der Sanierung und vor dem Tag des offenen Denkmals 2010.

Gitarrenkonzert mit Aliosha de Santis

in der Spitalkirche

Samstag, 20. Mai
20:00 Uhr

Foto: Denkmalgeschütztes Wohnstallhaus aus dem Jahr 1875 in Großmaulberg nach der Sanierung und vor dem Tag des offenen Denkmals 2010.

Dreifaltigkeitsmesse

in der Spitalkirche

Samstag, 10. Juni
19:00 Uhr

Foto: Gnadenstuhl an der Außenwand des ehemaligen Spitalgebäudes in

Eröffnung der Sonderausstellung „Kindheit in Vilsbiburg“

im Heimatmuseum

Samstag, 17. Juni
10:00 Uhr

Foto: Der spätere Arzt Otto Marquard (links und sein Bruder Georg auf einem Holländer im Jahr 1925

Heimatfahrt

Von der Bina an die Rott
Hölsbrunn – Schloss Hellsberg – Anzenberg.

Sonntag,
24. September,
Abfahrt 12:00 Uhr

Foto: Barocker Hochaltar der Pfarrkirche in Hölsbrunn aus der Mitte des 18.

Eröffnung der Dauerausstellung „Volkstümliche Möbel“

im Heimatmuseum

Samstag,
18. November
10:00 Uhr

Foto: Barocker Hochaltar der Pfarrkirche in Hölsbrunn aus der Mitte des 18.

Katharinenmesse

in der Spitalkirche

Samstag,
25. November
19:00 Uhr

Foto: Die Heilige Katharina auf einem Schlussstein in der Spitalkirche.

Der Landshuter Herzog hat sich die niedergebrannte Stadt persönlich angesehen und hat sie für sechs Jahre von der Steuer befreit. Die Vilsbiburger standen vor dem Ruin. Schon einige Jahre vorher wurden sie von „großen Gebresten“, hohen Stadtsteuern, Erdbeben und der Pest drangsaliert. Die wirtschaftlichen Auswirkungen waren bis in das 20. Jahrhundert zu spüren, da erst am 1. April 1929 der Markt Vilsbiburg wieder zur Stadt erhoben wurde.
Es ist anzunehmen, dass die Häuser in der Stadt im baulichen Zustand schwer beschädigt waren. Der herzogliche Richter und auch der Pfleger (Verwaltung), hatten in der abgebrannten Stadt kein bewohnbares Gebäude mehr. Dem Markt Neumarkt a. d. Rott wurde daher die herzogliche Gerichtsbarkeit mit dem „Großen Freiheitsbrief“ vom 16. Oktober 1366 mit 75 Artikeln und Privilegien, durch Herzog Stephan übertragen. Der herzogliche Richter von Neumarkt richtet auf der Schranne in Vilsbiburg.
Ist auch die Vilsbiburger Pfarrkirche abgebrannt? Ein neuer Kirchenbau an heutiger Stelle wurde kurz nach 1400 begonnen.
Peter Käser
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Zwei Urkunden liegen im Stift St. Florian in Oberösterreich.
Es sind die ältesten in Landshut ausgestellten Urkunden.

[ I. Teil

Abt Hermann von Niederaltaich (Abt von 1242-1273) stellt nicht als Zeitgenosse fest, dass Herzog Ludwig (I.) von Bayern 1204 anfängt die Landshuter Stadt und die Burg zu errichten. Desto Trotz haben wir ein Jahr später, 1205, vom Regensburger Bischof Konrad IV. Graf von Frontenhausen (1204 – 8. April 1226) durch ein Friedensabkommen mit dem Herzog den Beweis – sei Ludwig (I.) ohne Leibserben gestorben, so der Regensburger Bischof – unter anderen Burgen, auch die außerhalb der Diözese liegende Burg Landshut (castrum Landeshůt), mit all seinen Dienstleuten, den Ministerialen und Zubehör erhalten würde.
Im Jahr 1209 werden in Landshut zwei Urkunden gesiegelt; es sind die derzeit ältesten in Landshut ausgestellten Urkunden. Beide Schriftstücke befinden sich im Stiftsarchiv des Klosters Sankt Florian in Oberösterreich bei Linz. Eine der Originalurkunden kam abhanden, weshalb 1276/79 im Codex Sankt Florian, dem Kopialbuch des Stiftes, eine Abschrift eingestellt wurde.
Aber eine Pergament-Originalurkunde, 1209 in Landshut ausgestellt, befindet sich noch im Stiftsarchiv.
Die Urkunde wird im Bericht (I. Teil) vorgestellt.
Es musste 1209 eine größere Fürstenversammlung stattgefunden haben; die anwesende Zeugenliste weist erstmals auf eine große politische Zusammenkunft in Landshut hin. Die weither gereiste hohe Geistlichkeit, die Grafen, herzoglicher Notar und Viztum, Ministerialen und Dienstmänner, siegelten mit Herzog Ludwig I. (dem Kelheimer) die Urkunde. Eigentlich ging es ja nur um 150 Fuder Salz aus der Saline Hall, die der Vogt des Klosters St. Florian zu verantworten hatte.
Interessant sind dabei auch die Freien Herren, die „liberi“ aus unserer engeren Heimat, Konrad von Haarbach und Berthold von Seyboldsdorf, die im Jahr 1209 als Zeugen in der Urkunde genannt werden.
Peter Käser
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Aber eine Pergament-Originalurkunde, 1209 in Landshut ausgestellt, befindet sich noch im Stiftsarchiv.

in der Kirche St. Michael in Haarbach

Hedwig, Gräfin von Ortenburg, Witwe des Tesereys von Fraunhofen verkauft am 4. Januar 1393 die die Veste und Herrschaft Haarbach und Geisenhausen an Herzog Friedrich und dessen Sohn Heinrich von Niederbayern-Landshut. Als herzogliches Lehen geht Haarbach an die Adeligen der Hackh. 1406 wird Ulrich Hackh als Stifter der Messe und der Kapelle Sankt Katharina in Vilsbiburg genannt. 1415 ist Konrad der Hackh herzoglicher Pfleger in Haarbach.
Wolfgang Hackh stiftet 1510 die Schlosskapelle in Haarbach und wird darin 1535 als Erster begraben. Auch die Grabdenkmäler seines Sohnes Hans Hackh und dessen Gattin Anna, eine geborene Haushaimer von Binabiburg-Isamning sind in der Kirche.
So vermittelt die Nachforschung zu den historischen Grabdenkmälern in der Kirche von Haarbach ein reiches Geschichtswissen über eine niederadelige Herrschaft an der Oberen Vils.
Peter Käser

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Konrad von Haarbach und Berthold von Seyboldsdorf

im Jahr 1209 als Zeugen des Herzogs.

»Eine Urkundenabschrift vom Jahr 1276/79«

[ II. Teil

Im Jahr 1209 werden in der Kanzlei von Herzog Ludwig dem Kelheimer, in Landshut zwei Urkunden ausgestellt und gesiegelt. Es sind die derzeit ältesten in Landshut ausgestellten Urkunden. Beide Schriftstücke befinden sich im Stiftsarchiv des Augustinerkonvents Sankt Florian in Oberösterreich bei Linz.

Die erste Original-Pergament-Urkunde wurde schon einer Untersuchung im I. Teil zugeführt. Die zweite Urkunde kam abhanden, weshalb 1276/79 im Codex Sankt Florian, dem Kopialbuch des Stiftes, eine Abschrift davon eingestellt wurde.

Sie wird im jetzigen Bericht bearbeitet.

In der Urkunde werden im Jahr 1209 neben der geistlichen und weltlichen Herrschaft auch „Freie“ Dienstmänner aus unserer näheren Heimat als Zeugen der Urkundung genannt: Konrad von Haarbach, Karl von Kirchberg, Otto von Rohr, Berthold von Seyboldsdorf, Pilgrim von Moosen, Albert von Bruckberg und Ulrich von Falkenberg.

 

Peter Käser

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Der Landschaftsmaler, Akademie-Professor Eduard Schleich d. Ä. (1812-1874)

Zur Genealogie und Familienabstammung
Über das Leben und der Abstammung des Landschaftsmalers Akademie-Professor Eduard Schleich d. Ältere ist bisher wenig geschrieben worden, und von niemandem wurde seine Herkunft und seinem persönlichen Lebenslauf im Einzelnen nachgegangen, wenn auch mancherlei Behauptungen aufgestellt wurden, die archivalisch aber keineswegs belegt sind. Daher ist es auch begreiflich, dass viele Unrichtigkeiten über sein Leben und Werk entstehen konnten. Dies schreibt der Kunsthistoriker Prof. Dr. Siegfried Wichmann im Eingangstext seiner Doktorarbeit 1951.

Die nachstehend genealogischen Untersuchungen zu Eduard Schleich sind in Anlehnung an die Vilsbiburger Museumsschrift Nr. 14: „… mich adelt die Kunst“. Leben und Werk des Landschaftsmalers Eduard Schleich d. Ä. 1812-1874, Juni 2012, entstanden.
Peter Käser
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Zur Museumsschrift Nr. 14 "Mich adelt die Kunst"
Zur Seite der Sonderausstellung „Mich adelt die Kunst“ von 2012

Im Kataster von 1845/46 wird der Pfarrhof beschreiben: Wohnhaus unter einem Dach. Wasch- und Hühnerhaus, Holzlege, Getreidestadel mit Kuhstall, Schaf- und Pferdestall, Hofraum. Der Zehentstadel ist nördlich der Kirche. – Was hat sich doch alles bis heute geändert!

Der schöne Barockbau wurde 1718/20 vom Abt des Klosters Sankt Veit bei Neumarkt an der Rott und vom Vilsbiburger Pfarrvikar erbaut. Über Vierhundert Jahre war die Pfarrei Vilsbiburg eine Klosterpfarrei der St. Veiter Benediktiner, bis bei der Säkularisation 1803 das Kloster aufgelöst wurde und weltliche Priester in das Pfarrhaus einzogen.

Über dem Eingangsportal zum Pfarrhaus befindet sich eine Rotmarmor-Inschriftentafel. Der Neumarkter Abt Marian Wieser hat die Tafel nach Fertigstellung des Neubaues 1718 mit seinem Abt-Wappen anbringen lassen. Darüber lässt der Abt drei Kalksteinfiguren in Nischen anbringen, welche auf die Verehrung der Mutter Gottes und einen Bezug zum Kloster St. Veit herstellen.

Lange Zeit war der Pfarrvikar, später dann der Herr Pfarrer ein Ökonom mit einem Bauernhof von 130 Tagwerk Grund und Boden. Die Ökonomiegebäude wurden 1970 abgebrochen, 1980 wurde ein Pfarrheim erbaut. Das Pfarrhaus erfreute sich einem steten Wechsel von den St. Veiter Pfarrvikaren bis zum heutigen Stadtpfarrer.

Peter Käser

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Das Grabmal des Westendorfer Benefiziaten Leonhard Wagenhaymer,

bei der St. Jodokkirche von Landshut.

An der äußeren Kirchenmauer von St. Jodok, links neben dem Südportal, ist eine Grabplatte die dem 1481 verstorbenen „Westendorfer Benefiziaten“ Leonhard Wagenhaymer gewidmet ist, der auf dem St. Michael Altar in der Vilsbiburger Spitalkirche Messleser war.

Nur die Verbindung als Kaplan und Benefiziat der Vilsbiburger Westendorfermessen und seinem Auftraggeber Pfarrer Caspar Westendorfer lassen den Schluss zu, dass Wagenhaymer deswegen auch bei der Sankt Jodokkirche seine letzte Ruhestätte als „würdige Gottesgab“ finden konnte.

Neben dem Priester Leonhard Wagenhaymer wird auch der Magister, Licentiat und Rat am Landshuter Hofgericht des Herzogs, Caspar Westendorfer, Pfarrer von St. Jodok in Landshut (ca. 1459 bis 1480) einer nähren Untersuchung zugeführt.

Westendorfer stiftete nach St. Jodok 1470 eine „Kaiser Heinrich- und Kunigundenmesse“, 1474 eine „Aller Heiligen-Messe“. Dann stiftete er 1476 das Heilig Geist-Spital neben dem Stadtturm in Vilsbiburg (heute Heimatmuseum). 1480 hört man zum letzten Mal etwas von Caspar Westendorfer. Sein Grabmal in der St. Jodokkirche ist umstritten, und dennoch hatte sich Westendorfer immer mit seinem Wappen, einem schwarzen Ring im weißen Feld zu Erkennen gegeben.

Peter Käser
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