Der Chor von St. Martin

In den Verhandlungen des Historischen Vereines für Niederbayern,
Landshut 1857, wird
Der Bau und die Erbauer des CHORS ZU St. MARTIN in Landshut
vom Vereins-Mitglied Herrn Johann Spörl, Lehrer zu Altdorf
– einer Untersuchung zugeführt.
Druck und Verlag der Thomann´schen Buchhandlung
Im Archiv des Heimatverein Vilsbiburg fotografiert von Peter Käser – 11.2020

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Für die Stadt Vilsbiburg und ihre Geschichtsfindung ist es gut zu wissen, dass sich in der Katharinen Spitalkirche neben dem Stadtturm ein wertvolles Gemälde des Churfürstlichen Hofmalers von Landshut Franz Joseph Geiger aus dem Jahr 1686 befindet. In der jetzigen Forschung geht es aber auch um die Stiftung einer dazugehörigen Barbaramesse und eines Altares. Denn in der kleinen Spitalkirche befanden sich in früher Zeit einmal vier Altäre mit den dazugehörigen Messen.
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Gemeinde/Markt Geisenhausen
Der Heimatverein Vilsbiburg richtete im Jahr 2008 im denkmalgeschützten „Hanslbauern Hof“ in Hörlkam bei Geisenhausen, dem Künstler- und Keramikerhof von Michaela und Florian Geissler, den Tag des offenen Denkmals unter dem Titel „Arbeiten und wohnen im Denkmal“ aus. Dabei entstand der Gedanke, sich auch mit der Geschichte des alten Dreiseithofes zu beschäftigen. Die Nachforschungen zur Hofgeschichte des „Hanslbauern“ bringen es mit sich, auch die Entstehung und Entwicklung des Ortsnamens und des Weilers Hörlkam selbst, in den Archiven zu erforschen.
Da die früheste derzeitige Nennung von Hörlkam mit dem Namen „Herilincheima“ vor über 1000 Jahren zu finden ist, wird der Weilername Hörlkam von „-heim“ und von einem Besitzer, in diesem Falle von einem „Herilin“ herkommen. Somit dürfte Hörlkam, als „Heim des Herilin“ aus einem fränkischen Grundhof um 800/900 entstanden sein. Als Grundwort ist althochdeutsch -heim oder -haim zu erschließen, das eine Kurzform zu „cheima“ ist: Wohnung, Behausung, Heimstatt. Or by best rolex fakes
Die Vermehrung von einem Hof zu einem Weiler mit mehreren Höfen dürfte im 10. Jahrhundert entstanden sein: die Söhne des „Herilin“ haben sich beim väterlichen Gutshof sesshaft gemacht.
Hörlkam kann auf eine archivalisch gut nachweisbare 1000-jährige Geschichte zurückblicken. Auch andere bekannte Ortsnamen sind bei dieser Nennung, den Traditionen des Hochstiftes Freising von 990/1000 zu finden: Eiselsdorf, Geisenhausen, Rampoldsdorf, Haunersdorf, Allkofen, Oberfimbach, Fimbach, Lochham, Hettenkofen, Adllmannsdorf, Attenkofen, Schweinbach, Bergham und eben Hörlkam.
In der ersten Steuerbeschreibung des kleinen Landgerichts Geisenhausen, einem Giltbuch vom Jahr 1474 wird Hörlkam beschrieben. In einer Beschreibung des Besitzstandes des Klosters Frauenchiemsee vom Jahr 1629 erscheinen neben dem „Auergut“ in Hörlkam auch die Hausnamen des „Kleeberger“, „Sellmayer“, „Ott“ und „Hanslbauer“. Eine statistische Beschreibung der Höfe im Amt Geisenhausen liefert die Güterkonskription vom Jahr 1752 und die Hofanlagenbücher von 1760 bzw. 1791, welche sich im Bayerischen Hauptstaatsarchiv München befinden. Aus dem Staatsarchiv von Landshut auf der Burg Trausnitz, wurde der Häuser- und Rustikalsteuerkataster von Geisenhausen vom Jahr 1808, der Grundsteuerkataster von 1813, der Rustikal-Steuerkataster über das Grundvermögen des Steuerdistrikts Geisenhausen, Landgericht Vilsbiburg im Isarkreis vom Februar 1815, der Urkataster vom Jahr 1844/46 und letztendlich die Umschreibhefte von Hörlkam mit den Hausnummern 160 bis 165 behandelt.
Peter Käser
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Geisenhausener Amtmänner

Die Grabdenkmäler der Adeligen Hackh
in der Kirche St. Michael in Haarbach
Hedwig, Gräfin von Ortenburg, Witwe des Tesereys von Fraunhofen verkauft am 4. Januar 1393 die die Veste und Herrschaft Haarbach und Geisenhausen an Herzog Friedrich und dessen Sohn Heinrich von Niederbayern-Landshut. Als herzogliches Lehen geht Haarbach an die Adeligen der Hackh. 1406 wird Ulrich Hackh als Stifter der Messe und der Kapelle Sankt Katharina in Vilsbiburg genannt. 1415 ist Konrad der Hackh herzoglicher Pfleger in Haarbach.
Wolfgang Hackh stiftet 1510 die Schlosskapelle in Haarbach und wird darin 1535 als Erster begraben, er war Pfleger in Geisenhausen. Auch die Grabdenkmäler seines Sohnes, dem Geisenhausener Pfleger Hans Hackh und dessen Gattin Anna, eine geborene Haushaimer von Binabiburg-Isamning sind in der Kirche.
So vermittelt die Nachforschung zu den historischen Grabdenkmälern in der Kirche von Haarbach ein reiches Geschichtswissen über niederadelige Adelige an der Oberen Vils und Amtmännern der Herrschaft Geisenhausen.
Peter Käser
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Mit einem Kasten- und Zollamt gehörte Geisenhausen zu den kleinen Ämtern. Das Gericht hatte keine hohe Gerichtsbarkeit, und musste seine „Malefizsachen“ wie Mord, Totschlag und Notzucht beim Pfleggericht Vilsbiburg verhandeln, wo auch dann der Galgen stand.
Die Auflistung von Geisenhausener Amtmännern wie Pfleger, Pflegsverweser, Kastner, Gerichtsschreiber bzw. Zollner geschehen aber dennoch in unabhängigen archivalen Untersuchungen.
Peter Käser
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Zu den Anfängen der Vilsbiburger Spitalkirche

Die derzeit früheste Nennung der Vilsbiburger Spitalkirche St. Katharina neben dem Stadtturm, ist das Jahr 1406. Dieses geht aus den Zeichnungen des Grabmales des Ulrich Hackh, des Kirchen- und Messstifters hervor.
Eine leere Gruft aus Ziegelsteinen in der Spitalkirche brachte bei der Renovierung der Katharinenkirche im Jahr 2000 keine Erkenntnisse über den darin Begrabenen – war es der Kirchenstifter Ulrich Hackh? Archivale Nachforschungen brachten doch Einiges an bisher unbekannten Details ans Licht

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Der Absturz der Fw 200 D-ASHH Condor »Hessen«
am 21. April 1945 bei Piesenkofen.
– Ein fast vergessenes Schicksal –
Am 21. April 1945, vierzehn Tage vor Kriegsende, endete der Flug mit ca. 25 Passagieren im Wald bei Piesenkofen/Egglkofen. Es war der letzte Flug der Lufthansa nach München bzw. Spanien, aus dem bereits beschossenen Berlin. Fast senkrecht stürzte die viermotorige Condor „Hessen“ in den Waldboden. Leichenteile wurden unmittelbar neben der Absturzstelle vergraben. Erst nach 4 ½ Jahren wurde vom Absturz näheres bekannt, und nach sieben Jahren, 1952 wurden die Toten exhumiert und bei der Kirche in Tegernbach/Egglkofen begraben. Wurde das Flugzeug abgeschossen? Waren hohe NSDAP-Offiziere an Bord? Wo sind die Totenschädel? In den US-Archiven lagen die Untersuchungen zum Absturz, aber es wurden keine Schädel gefunden. Eine weißes Holzkreuz und eine Bronzestele erinnert heute an der Absturzstelle an die Verunglückten. Beim Grabmal in Tegernbach wird mit 12 Inschriften auf einer Granitstele an die Abgestürzten gedacht.
Peter Käser

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Der Kirchenneubau in Bonbruck 1892/93

In drei Abschnitten wird versucht, Stadt und Kirche im Lichte einer Wittelsbacher Gründung zu sehen. In einer zweiten herzoglichen Stadt-Gründungswelle wird Vilsbiburg um 1260 vom Landshuter Herzog an der Vils angelegt. Eine Kirche wird schon 1265 genannt. Eine Urkunde vom 19. August 1337 nennt zum ersten Mal die Vilsbiburger Pfarrei und den Pfarrer. Den Anlass dazu bringt die Anwesenheit von Juden in der Stadt, welche sich durch die Verschuldung des bischöflichen Beamten am Vermögen des Regensburger Bischofs indirekt strafbar gemacht haben. Der Bischof fordert die Mitwirkung der Bürger von Vilsbiburg und des Pfarrers, dem er sogar mit der Enthebung vom Amt droht.

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